In meiner Kindheit habe ich Raffaello geliebt, und ich liebe immer noch alles was mit Kokosnuss zu tun hat. Mit dem Geschmack meiner Kindheitserinnerung im Sinn, habe ich also diese vegane Variante erstellt, welche ohne Zucker und ohne backen auskommt und dazu noch einen Hauch Ayurveda mitbringt.

Die Kokosnuss hat laut Ayurveda einen süßen Geschmack und eine kühlende Wirkung. Sie wirkt nährend und  gleicht Pitta und Vata aus, erhöht im Übermaß aber Kapha. Da die Kokosnuss relativ schwer verdaulich ist, sollte sie nur kleinen Mengen gegessen werden. Kardamom hat eine verdauungsfördernde Wirkung und Vanille wärmt, so dass die Bällchen leichter verdaulich werden. Rohkost gehört im Ayurveda eher zu den selteneren Gerichten, da sehr darauf geachtet wird, dass die Nahrung durch verschiedene Prozesse schon vorverdaut wird. Das geschieht zum einen durch kochen, aber auch durch Einweichen von Zutaten. Da Nüsse schwer zu verdauen sind, ist das einweichen eine gute Methode sie als Rohkost bekömmlicher zu machen. Außerdem werden sie durch diesen Prozess weicher und cremiger.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist die Kokosnuss reich an mittelbettigen gesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen. Sie enthält Protein und einige wichtige Mineralien wie Kalzium, Eisen, Kalium und Magnesium. Kokosnüsse haben einen niedrigen glykämischen Index (GI) und verringern als Zugabe einer Mahlzeit den Gesamt-GI, das heisst sie helfen dabei, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Das macht die Kokosbällchen doch gleich noch attraktiver.

Du brauchst:

Zutaten
Gewürze
Fett & Flüssig                  
2-3 Medjool Datteln  1/2 TL Vanille 1 TL Rosenwasser
5 EL Kokosraspeln 1/4 TL Kardamom 1 EL weißes Mandelmus
ganze Mandeln eine Prise Steinsalz  4 EL Kokosmus

Alternative: Statt den Kokosraspeln kannst du auch Kokosmehl verwenden, dann werden die Bällchen von der Konsistenz feiner.

 

So geht´s:

Das Kokosmus sollte Zimmertemperatur haben und schön weich sein. In einer Tasse die Mandeln in Wasser mindestens 2 Stunden oder über Nacht einweichen. Auf die gleiche Weise in einer weiteren Tasse die Kokosraspeln einweichen. Das Wasser sollte die Kokosraspeln nur ganz knapp mit bedecken, damit Sie nicht zu viel Flüssigkeit enthalten später, sondern alles aufsaugen (restliches Wasser ansonsten abgießen). Optional kann statt dem den Raspeln auch Kokosmehl verwendet werden, dann entfällt das einweichen. Falls die Masse zu trocken wird sollte dann aber noch etwas Kokosmilch oder Reismilch zugegeben werden. Mandelmus mit den restlichen Zutaten im Mixer zu einer feinen Masse verarbeiten. Wer es etwas süßer mag, gibt eine Dattel mehr dazu oder 1-2 TL Kokosblütensirup. Mit feuchten Händen Kugeln mit jeweils einer Mandel als Kern formen, in Kokosflocken oder Kokosmehl wälzen. Die Kugeln müssen erst einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank „ziehen“ und halten sich danach auch einige Tage.

Variation: Statt dem Mandelkern kann die Masse auch mit gepopptem Amaranth vermischt werden und zu Kugeln gerollt werden. Dann entfällt auch das Wälzen in Kokos zum Schluss.

Dosha Wirkung:

Ideal für Vata und Pitta. Besonders gut eignen sich die Energyballs im Sommer und Spätsommer.

 

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