Der Salbei ist zwar im Mittelmeerraum heimisch, aber er wächst auch bei uns wunderbar. Wahrscheinlich kennst du ihn eher als Tee bei Halsschmerzen, denn er wirkt desinfizierend und lindernd bei Halsentzündungen. Aber auch in der Küche ist Salbei ein tolles Gewürz, vor allem im Winter durch seine wärmende Wirkung und hilft auch bei der Verdauung, da er den Magen stärkt und die Verdauungstätigkeit anregt. Seine Bitterstoffe stimulieren die Bitterrezeptoren der Zunge, was zu einer Steigerung der Speichel- und Magensaftproduktion führt und so die Verdauung fördert. Da Salbei auch zusammenziehende und leichte Eigenschaften hat, die schnell eine trocknende Wirkung haben können, habe ich ihn in diesem Rezept in der Pfanne in Fett ausgebacken. Dadurch verändert sich auch sein Geschmack und er wird lecker mild und leicht bekömmlich. Ayurvedisch betrachtet dürfen vor allem Vata und Kapha Typen hier zugreifen, Kaphas nehmen allerdings weniger Öl zum ausbacken.

Du brauchst:

Zutaten
Gewürze
Fett und Flüssig
 Frischer Salbei Pfeffer, Steinsalz 1 EL Ghee oder Kokosöl
1/2 TL Cumin
1/4 TL Koriander

So geht´s:

Für die Zubereitung den Salbei kurz abwaschen und die Blätter abzupfen. Öl in einer Pfanne  auf niedriger Temperatur erhitzen. Die Gewürzen kurz darin anrösten, dann die Salbeiblätter dazu geben und ca. 5 Minuten unter Wenden darin ausbacken.

Ich knusper die Blätter gern einfach so vor dem Essen oder richte sie auf einem Gericht an. Im Ayurveda nennt man das anregen der Verdauung vor dem Essen Deepana. Gewürze mit Deepana-Wirkung stimulieren Agni, unser Verdauungsfeuer, und empfehlen sich vor allem bei einer schwachen Verdauung oder wechselndem Appetit. Mit den Salbei Chips als Vorspeise kannst du also ganz nach dem Konzept von Deepana deine Verdauung auf die kommende Mahlzeit vorbereiten. Und lecker schmecken sie auch.

Dosha Wirkung:

Für Vata und Kapha geeignet.

Gutes Agni! ♨

 

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